AKW Ausfälle in Ungarn und Rumänien

Ein Weg aus der ungarischen Strom- und Wohnbaukrise. AKW im Sommer ersetzen. Wenn diese immer weniger nur im Winterhalbjahr laufen, reichen diese bis 100% erneuerbare Energie.






Derzeit laufen in Rumänien 0 von 1,3 GW und in Ungarn 0,42 von 1,92 GW Atomkraft. Mitte der Woche waren es bis zu unter 0,12 GW. Grund genug zu probieren erstmals einen Artikel in ungarische Medien zu bringen.
  Das AKW Paks wurde vor dem Klimawandel geplant
Der erste Reaktor von Paks ging 1982 ans Stromnetz. Bei seiner Planung wurde von einem 100-jährigen Niedrigwasser ausgegangen. Dieses wurde jedoch bereits 2018 um 1 m unterschritten, heuer sogar um 1,28 m. Der Klimawandel bringt neue Rekorde in beiden Richtungen, höhere Hochwasser und niedrigere Niederwasser, letzteres künftig vor allem im Sommer und Frühherbst. Das letzte extreme Niedrigwasser war am 26. Oktober 2018. Aber auch die Wassertemperaturen steigen in gefährliche Höhen: Wenn die Donau 10° C bis 15° C hat, ist es kein Problem die pro Sekunde benötigten 100 Kubikmeter Kühlwasser dann um 8° bis 10° wärmer zurück in den Fluss zu leiten. Damals wäre volle Leistung möglich ge­wesen, wenn nicht Block 2 wegen eines technischen Defekts abgeschaltet gewesen wäre. Wenn die Donau 28° hat, bleiben nur noch 2° bis zur erlaubten Obergrenze von 30°. Niedrigwasser bedeutet weniger Wasser und das auch noch wärmer, sind jedoch im Herbst wegen der geringeren Wasser­temp­eratur nicht so kritisch wie im Sommer. Nichts liegt also näher, als Paks im Sommer mit Solarstrom ganz oder teilweise zu ersetzen. Falls zur Gänze, müssten die bereits in Ungarn installierten 8,6 Gigawatt Photovoltaikleistung um 11,5 GW erhöht und mit 34,5 GWh Batteriespeicher kombiniert werden (derzeit weniger als 2 GWh installiert). Täglicher Solarertrag in Budapest von 2005 bis Ende 2023.
  Wohnbaukrise und Stromkrise lösen
Für eine spürbare Entspannung am Wohnungsmarkt und eine sinnvolle Erneuerung des (energetisch oft schlechten) Gebäudebestands wären dauerhaft mindestens 30.000 neue Wohneinheiten pro Jahr notwendig. Mehr als doppelt so viel wie in den Krisenjahren 2024 und 2025. Das Projekt GEMINI (lateinisch Zwilling) promotet seit 1991 die doppelte Nutzung von Gebäuden zum Wohnen und zur Stromerzeugung. 2001 war das GEMINI bewohnbare Sonnenkraftwerk die Haupt­attrak­tion der steirischen Landesausstellung für Energie in Weiz. Doch mit nur 380 MW Jahresproduktion an Photovoltaik zu etwa 4.000 €/kWp und 4 GWh Produktion an Lithiumakkus zu etwa 2.000 €/kWh fehlte damals für diese Zukunftsvision noch die heute unzweifelhafte Wirt­schaftlichkeit. Allein Ungarn hat 2026 20-mal mehr Akkuproduktion. Eine Generation später startete – namensgebend - das Projekt GEMINI next Gen­er­ation. Bei den heutigen Photovoltaikpreisen zählt nur noch möglichst viel Fläche bevorzugt als Ost-West Dach. Von den Materialkosten her ist heute sogar eine Nordfassade mit Photovoltaik wirtschaftlich. Wo könnte man außer auf Haus und Garage noch mehr Photovoltaik montieren? Zufahrtsweg, beschattete Plätze für die Bewohner sowie Parkplatzüberdachungen einer Siedlung. Das Ergebnis dieser Überlegungen heißt „energieoptimierte Siedlung“: Pro Hektar 16 Häuser, 1,34 MWp Photo­voltaik und 4 MWh Akkus, um den Solarstrom zu 24-Strom zu veredeln. 20.000 neue Wohneinheiten pro Jahr in Form solch energieoptimierter Siedlungsgebiete wären 1,67 GWp Photovoltaik und 5 GWh Akkus. Das AKW Paks in den Sommermonaten zu ersetzen, ist folglich real­istisch­erweise ab dem Start einer Massenproduktion in knapp unter 7 Jahren erreichbar.
  Selbstversorgung + Energieeinnahmen statt Energieausgaben
Eine typische Familie in einem alten Haus am Land hat monatliche Energieausgaben von 105.000 bis 180.000 Forint. Wie wäre es mit einem Vorzeichenwechsel? Mit 84 kW Photovoltaik und 250 kWh Akkus ist die Selbstversorgung selbst an einem stark bewölktem Dezembertag gesichert. Übers Jahr ist der Eigenbedarf etwa 9% der Eigenproduktion vom Dach. Man fährt natürlich billigst mit eigenem Strom und nicht mit importierten Erdöl. 91% des Stroms werden also verkauft. Auch wenn in Zukunft nicht mit den für Verkäufer traumhaft hohen Spotmarktpreisen zu rechnen ist, auch ein mehr am gesamtgesellschaftlichen Nutzen orientierter Preis für den 24-Strom reicht immer noch für einen Vorzeichenwechsel bei Energie.
  Von 24-Strom zu 24×365 Strom
Die großen Unterschiede beim Tagesertrag können nicht allein mit Akkus überwunden werden. Selbst bei nur 15.000 Forint/kWh Akku ist dies viel zu teuer, um extrem viele Akkus im Sommer aufzuladen und im Winter zu entladen. Da muss ein viel billigerer Speicher her, auch wenn der einen sehr schlechten Wirkungsgrad hat: PV-Strom to Methan oder Methanol. Die Grenze für Solarstrom veredelt zu 24-Strom und wir müssen 24×365 Strom angehen liegt in Ungarn bei 25 GW Photovoltaik und 75 GWh Akkus. Da können mit Akkus nicht mehr verwertbare Überschüsse ent­ste­hen, die man dann mit Power to Methanol verwerten kann.
  Ungarn mit 100% erneuerbarer Energie
Das ist viel mehr als vom Verbrennungsmotor zum Elektroauto, Verbrennungsheizung zur Wärmepumpe. Da ist vor allem auch die energieintensive Industrie: Zementwerke stellen von Klinker mit Verbrennung auf Klinker mit Strom erhitzen um. Bei der ungarischen Zementproduktion sind das fast 1 TWh/a Mehr­be­darf. Die GEMINI next Generation Häuser sind beton frei, aber in Ländern mit hohem Anteil an Elektroautos denkt man bereits über Beton für Straßen nach, weil Asphalt ein Abfallprodukt der Erdölverarbeitung ist. Dunaferr produzierte bis 2019 jährlich bis zu 2 Millionen Tonnen Stahl. Elektrisch mit Wasserstoff zur Reduktion des Eisenerzes wäre das ein jährlicher Strombedarf von 8 TWh. Es ist ein gewaltiger Unterschied einen einzelnen Haushalt oder einen Industriestaat auf 100% erneuerbare Energie umzustellen.
  Sommerpause für Paks
Wenn es einmal so viel Solarstrom gibt, dass der Überschuss mit Power to Methanol/Methan verwertet werden muss, macht der Betrieb eines Atomkraftwerks keinen Sinn. Ganz anders sieht es im Winterhalbjahr aus: 1 kWh Atomstrom im Winterhalbjahr ersetzen wegen der Ver­lust­kette von Power to X bis Verstromung 3,5 kWh Solarstrom im Sommer. Wenn im Laufe der Jahre die Sommerpause von 2 auf 7 Monate verlängert wird, dann könnte die Laufzeit bis zu echten 100% erneu­er­bare Energie reichen.
  GEMINI next Generation Zrt.
Wir sind ein kleines Startup. Wir suchen derzeit das Kapital für den Prototyp des GEMINI next Generation Hauses. Wenn Sie unsere Begeisterung für große Zukunftsvisionen und deren Realisierung teilen, dann kon­takt­ieren Sie uns bitte. CEO Roland Mösl - founder@pege.org - +43 699 17343674 - https://gemini-next-generation.haus/
  Haussanierungen gesucht
Jetzt sind es schon 4 Projekte. Reichlich weit gestreut: Burgenland, Elbe, Bremen, Schweiz. Würde mich über weitere Projekte freuen. Die Elektronik der Wandheizung: Netzteil, PWM Regler für die Ventilatoren und ein Mikrocomputer mit WLAN und Zigbee zur Steuerung.
  Wer sind wir? Unsere Aktionäre
Wer sind wir? Unsere Aktionäre. Ich bitte alle alten und hoffentlich bald zahlreiche neuen Aktionäre um Beiträge dieser Art.
  Neue Aktionäre anwerben
Bisher sind nur 2% unserer Aktionäre durch Vermittlung neuer Aktionäre selbst Aktionär geworden. Das sollte in Zukunft deutlich mehr werden. Das Angebot ist 10% der gekauften Aktien für eine unmittelbare Vermittlung und 5% für einen Assist. Den Begriff Assist verstehe ich dabei wie beim Fußball: Wer dem Torschützen den Ball zuspielt, hat einen Assist gemacht.
          AKW Ausfälle in Ungarn und Rumänien: Ein Weg aus der ungarischen Strom- und Wohnbaukrise. AKW im Sommer ersetzen. Wenn diese immer weniger nur im Winterhalbjahr laufen, reichen diese bis 100% erneuerbare Energie. https://2026.pege.org/08-16/german.htm