Deutschland vs. China bei PV – neuer Standort Ungarn
Was war der Grund für den Niedergang der Deutschen Photovoltaikindustrie? GEMINI next Generation AG: Vernichtung oder Vertreibung nach Ungarn?
Es war einmal eine Vision, einfach zu schön, um wahr zu sein: Stell Dir vor, da ist eine Platte und wenn Sonne darauf scheint, wird Strom erzeugt. Damit könnte man die gesamte Energieversorgung unserer Zivilisation sicherstellen, solange unsere Sonne existiert.
Das einzige Problem zwischen dieser Vision und der Verwirklichung sind enorm hohe Herstellungskosten. Sehr traurig, wenn es nur eine Chance gäbe, diese Herstellungskosten ganz drastisch zu senken.
Diese Chance kam. Eine visionäre Regierung beschloss, wir geben Euch über das Zehnfache des Marktwerts für den Strom aus solchen Wunderplatten. Jeder, der mit solchen Wunderplatten Strom erzeugt, soll auf 20 Jahre mit mehr als dem Zehnfachen des Markwertes belohnt werden.
Eine ungeheure Chance, eine ungeheure Verantwortung, mit dieser Chance umzugehen. Man hält buchstäblich das weitere Schicksal der Menschheit in Händen.
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Wir zocken ab! Lächerliche 0,7% für Forschung
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Doch auf Seiten der Hersteller sah man diese ungeheure Chance ganz anders, nicht als ungeheure Chance, die Menschheit ins Solarzeitalter zu führen, der neuen Realisierung des Landes, wo Milch und Honig fließen.
Nein, man nahm es als ungeheure Chance zum Abzocken wahr: Produktionskapazität schnell steigern, wer weiß, wie lange diese Idioten so viel zahlen werden. Der Beweis für diese abgrundtiefe gierige Einstellung ist in den Bilanzen dieser Hersteller zu lesen: nur 0,7% Budget für Forschung und Entwicklung.
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Von 2011 bis 2020 4% bis 8% R&D Budget
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Nicht in Deutschland. Dort hatte man eine Chance, so groß wie der Stürmer mit dem Ball 5 m vor dem Tor des Gegners, doch diese Chance wurde vergeigt. Das war das R&D Budget großer chinesischer Hersteller.
Die tatsächliche Summe ist höher, wenn man staatliche Labore, Universitäten und indirekte Förderungen (z. B. über die „Made in China 2025“-Initiative) einbezieht. China kontrolliert heute 80–95 % der globalen PV-Produktionskette – vieles davon wurde durch massive, kontinuierliche Technologie-Investitionen ermöglicht.
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Ausbauziel 70 GW in Deutschland
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Viele Jahre galt in Deutschland 70 GW Photovoltaik als Ausbauziel. So viel kann man ohne Speicherung des Stroms bewältigen. Ein dramatischer Unterschied zu den 700 GW der Sonne nachgeführter Photovoltaik, äquivalen zu 900 GW starr, welche ich 1992 in meinem Buch „Aufstieg zum Solarzeitalter“ nannte. Warum nannte man ein so extrem lächerlich niedriges Ausbauziel?
- Die Menschen könnten auf die Idee kommen, die EEG-Vergütung mit den GW Ausbauziel zu multiplizieren
- Die Menschen könnten bemerken, dass bei einem höheren Ausbauziel Stromspeicherung unabdingbar notwendig wird und dann zum Rechnen anfangen: wie hoch wird die EEG Vergütung, wenn zu 1 kW Photovoltaik auch noch 3 kWh Akkus zu finanzieren sind?
- Die Menschen könnten bemerken, dass bei über 300 GW Photovoltaik und 750 GWh Akkus auch noch Power to X und Kraftwerke zur Rückverstromung dazu kommen.
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Doch keine degenerierte Elite?
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Die EEG Förderung mit 0,574 € pro kWh. Das war wie der Stürmer mit dem Ball 5 m vor dem gegnerischen Tor. Der Name der gegnerischen Mannschaft: „Team Fossil“. Doch der gegnerische Tormann hat einen 500 € Schein auf den Rasen geworfen. Was macht der Stürmer? Nein, nein, nein, ich werde verrückt: Er bleibt stehen und bückt sich wegen des 500 € Scheins auf den Rasen.
Gehört dieser Stürmer zur Fussballer-Elite? Nein, er ist nur ein geldgieriger Idiot, der nicht einmal eine einzige Sekunde in die Zukunft planen kann. Um den Namen Elite zu verdienen, muss man zuerst einmal etwas Großartiges leisten. So wie etwa den Aufbau des römischen Imperiums. Das war eine Elite und diese degenerierte dann und das römische Imperium zerfiel.
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Die Abzocker vs. die Forscher
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Wie geht man mit der Situation um? Photovoltaikproduktion viel zu teuer und später kommen auch noch viel zu teure Akkus dazu? Zum Zeitpunkt der ersten EEG-Version 2004 hat ein kWp Photovoltaik 4.000 € und eine kWh Lithiumakkus 2.000 € gekostet. Man kann schnell so viel wie möglich abzocken.
Man kann enorm viel in Forschung und Entwicklung investieren, um von 4.000 € pro kWp Photovoltaik auf 100 € pro kW runterzukommen, um von 2.000 € pro kWh Akku auf 80 € runterzukommen und auch da ist noch nicht Schluss mit der Kostensenkung.
Das eine war der deutsche Weg, das andere war der chinesische Weg.
Am 23. Juni 1963 drückte John F. Kennedy seine Solidarität mit dem eingeschlossenen West-Berlin bei seiner Rede vor dem Rathaus Schöneberg mit „Ich bin ein Berliner“ aus. Er drückte damit den Gegensatz freie Welt gegen Kommunismus aus.
Wenn ich sage „Ich bin ein Chinese“ drücke ich damit sorgfältige Forschung zur Kostensenkung gegen Abzocker-Mentalität aus.
Am 24. März in Wien bei der CORP.at Konferenz gibt es meinen Vortrag:
Kostenoptimierung – der Schlüssel zu Energiewende und Klimaschutz
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3 Österreich Spezialitäten zur StartUp Vernichtung
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Österreich ist ein Paradies für Notare und Wirtschaftsprüfer, aber eine Hölle für Start-ups.
Das war auch 2022 bekannt, aber der Österreich-Bezug und die Hoffnung schnell aus der Startup-Phase heraus zu kommen, überwog in der Entscheidung. Nach dem Wegfall des Österreich-Bezugs ist es Zeit, die Konsequenzen zu ziehen.
- 3.500 € Mindestkörperschaftssteuer
- 6.000 € oder mehr für den Wirtschaftsprüfer, damit dieser 150 Zeilen Buchhaltung überprüft.
- 3.000 € oder mehr für den Notar für eine Minihauptversammlung. Die erste Hauptversammlung im Februar 2024 hat 5002,74 € gekostet. Ein Kostenvoranschlag für eine Online-Hauptversammlung war 6.000 €.
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Die Vernichtung zur Vertreibung nach Ungarn machen
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Überraschung, sogar die Schweiz ist wesentlich günstiger als Österreich. Die Schweiz hat keine der 3 österreichischen Spezialitäten. Mit Abstand sind die Konditionen in Ungarn am besten.
- keine Mindestkörperschaftssteuer
- Ein Wirtschaftsprüfer wird erst ab 600 Millionen HUF, aktuell 1.591.849,80 € zur Pflicht und ist wesentlich billiger als in Österreich, weil dort Konkurrenzkampf und kein Kartell mit Preisabsprache gibt.
- Eine Hauptversammlung ist nur dann Notariats-pflichtig, wenn die Statuten geändert werden. „Die Hauptversammlung ist berechtigt zu beschließen [Art der Statutenänderung]“ kommt deswegen häufig in den Statuten vor, um für viele vorhersehbare Fälle eine Notariats-Pflicht zu umgehen.
Es geht nicht nur um die Kosten, es ist extrem demotivierend, 6.000 € für einen Wirtschaftsprüfer suchen zu müssen, damit dieser eine Minibuchhaltung von 150 Zeilen überprüft. Ich suchte natürlich auch nach anderen Wirtschaftsprüfern. Ist so lustig wie vor der Kartellstrafe der EU-Kommission 2004 nach einem günstigen Angebot für einen Aufzug zu suchen.
Ich: StartUp mit Minibuchhaltung, fast keine Arbeit
WP: Mit 6.000 bis 10.000 € müssen Sie schon rechnen
Wie soll das gehen? Noch vor wenigen Jahren wäre man da auf Gründungsservicefirmen angewiesen gewesen. Heute gibt es Grok, die KI von X. Ich habe den Entwurf für die Statuten in etwa 40 Stunden Arbeitszeit erstellt. Für den Firmensitz sind mehrere Varianten vorstellbar. Alle Kommunikation ist digital, daher muss der Briefkasten vom Firmensitz nicht ständig überwacht werden. Siehe §1 (3) der Satzung.
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5 Millionen Stammkapital ist das Minimum
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Zum Glück sind das HUF und nur 12.778,38 €. Ideal wäre eine Gründung mit über 24.000 € Stammkapital. Die Gründung soll im April 2026 erfolgen. Ein Teil des Kapitals befindet sich bereits auf dem Einzahlungskonto. Es gibt einige Zusagen, die aber noch nicht am Konto aufscheinen.
Die Suche nach Investoren für den Prototyp wird erst nach der erfolgreichen Gründung der Zrt. (nicht börsennotierte Aktiengesellschaft in Ungarn) fortgesetzt. Um 400.000 € zu finden, bedarf es anderer Methoden als für 24.000 €.
Der Prototyp wird sehr wahrscheinlich am Grundstück von Herren Kamml, das sich unmittelbar südlich vom ADEG in Unken befindet, realisiert werden. Für die geplante Einladung von Industriellen und Politikern aus aller Welt ist die Nähe zu Salzburg ein Standortvorteil.
Zur schnellen Realisierung des Stammkapitals zählt jeder kleine Beitrag. Im Moment vielfache von 120 €, einem Aktienpaket zu 30 Aktien für den Käufer. 40 × 600 € sind auch 24.000 €. Hier zur Kursentwicklung.
Dieses weitreichende Lösungskonzept darf nicht an der totalen Ignoranz von Investoren im deutschen Sprachraum scheitern. Vielleicht hätte ich im deutschen Sprachraum einen Investor gefunden für „Das autarke Überlebenshaus für Reiche, nur eine Million pro Stück“. Das hätte so richtig schön zur hiesigen Abzocker-Mentalität gepasst. Aber das bin nicht ich.
Hier unser Angebot zum Mitmachen
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Alte Freunde, neue Aktionäre
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Fritz Herzog kenne ich seit etwa 1980, vom apple ][ Computerclub in Salzburg. 2022 lehnte er es ab, in die GEMINI next Generation AG in Österreich zu investieren, er hatte mit den hohen Fixkosten einer AG in Österreich Erfahrung. Doch jetzt ist er dabei, nicht zuletzt, weil die Kosten in Ungarn über 90% geringer sind.
Diese Seite sei auch ein Beispiel für die neuen Seiten „Wer sind unsere Aktionäre?“ Ich bitte alle alten und hoffentlich bald zahlreiche neuen Aktionäre um Beiträge dieser Art. |